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Anleitungen Datenrettung Bei meinen weiteren Ausführungen gehe ich vom Studium der Vorbeiträge aus, und Sie wissen nun:
Jeder Versuch bei einer physikalisch defekten Festplatte mit Datenrettungssoftware etwas auszurichten, wäre sinnlos und zerstört nur noch mehr! Bei einem physikalischem Defekt sollte man in Betracht ziehen, sich an eine professionelle Datenrettungsfirma zu wenden. Nun möchte ich dem geneigten Leser, hoffentlich nicht in zu brenzliger Situation, einige Datenrettungsprogramme ausführlich vorstellen. Bei den Progs, die ich schon selbst benutzt habe, gebe ich auch eine ausführliche Step by Step Anleitung, bei den Anderen weise ich auf gute Fremdanleitungen hin. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weder der Autor noch der Betreiber dieser Website in irgendeiner Form für diese Anleitungen haften können. Unabhängig von selbst erstellten oder fremden Anleitungen, bleibt es in Ihrer eigenen Verantwortung ob und was Sie machen. 0&0 Disk Recovery Die Firma o&o Software GmbH bietet ein breites Spektrum an Datenrettungssoftware an. Zu nennen sind da u.A.
O&O Disk Recovery Version 4.1 „Profi-Datenrettung leicht gemacht!“ lautet der Werbeslogan der Softwarefirma O&O. Wo andere Programme aufhören, fängt O&O DiskRecovery V4.1 erst an, versprechen die Macher des Programms. Es durchsucht jeden Sektor der Festplatte, der Speicherkarte oder der Digitalkamera nach verlorenen Dateien. Selbst bei formatierten oder zerstörten Dateisystemen kann es noch Daten rekonstruieren. Folgende Betriebssysteme werden unterstützt: Windows Vista, XP, 2003/2000, NT 4.0 Unterstützt ATA IDE/EIDE- und SCSI-Festplatten, Disketten- und Wechsellaufwerke sowie Speicherkarten und die meisten Digitalkameras. Mit Instant Disk Recovery bietet sich außerdem eine installationslose Datenrettung an! O&O DiskRecovery 4.1 ist, anders als viele andere Produkte, in der Lage, sämtliche Sektoren eines Datenträgers nach verlorenen Daten zu durchsuchen. Deswegen lassen sich sogar bei formatierten oder zerstörten Dateisystemen Dateien wiederherstellen. Nachdem wir nun die Software-Testversion von der Website http://www.oo-software.com/home/de/products/oodiskrecovery/ herunter geladen haben, wollen wir mit der Installation beginnen. P.S. Wer möchte, kann auch direkt das passende Handbuch im PDF Format mit herunterladen. Unter Support--> Handbücher finden wir alles was das Herz begehrt. Wir klicken also das Installations icon in dem Ordner, wo wir das herunter geladenen Produkt gespeichert haben an
Start der Installation icon
Bei dem O&O Disk Recovery Test download handelt es sich, wie so oft, um eine selbst extrahierende MSI Datei. Aus diesem Grunde geht die Installation fast wie von selber. Nachfolgend einige Screenshots des Installationsvorganges, bei dem wir nach dem Installationspfad gefragt werden. Ob nur wir selber oder aber auch andere Computernutzer dieses Programm nutzen dürfen, fragt man uns auch noch. ![]() Installationsfenster ![]() Lizenzabfrage Außerdem müssen wir, ebenfalls wie immer die Fragen nach der Akzeptanz der Lizenzrichtlinien beantworten. Denken Sie bitte an die äußerst wichtige Devise: Keine Installation auf defekter, oder der Festplatte von der wir Daten rekonstruieren wollen! ![]() iIstallationspfad ![]() Installation abgeschlossen Und schon nach relativ kurzer Zeit ist die Installation beendet. Wir klicken auf Fertigstellen und nichts ist passiert. Das ist schon verwunderlich, da wir es doch eigentlich gewöhnt sind, das selbst die unwichtigsten Tools bei der Installation Desktop icon und Schnellstartleisten icon erzeugen und nach dem Klick auf Fertigstellen sofort starten oder eine Lies Mich Datei öffnen. Alles in allem macht dieser Umstand O&O Disk Recovery schon einmal sehr sympathisch. Natürlich finden wir das Programm jetzt in unserem Programmordner, bzw. unter Start--> Programme--> O&O Software. Wir finden jetzt außerdem das kleine Instant Disk Recovery, zu dem ich eben kurz ein paar Worte verlieren möchte bevor wir mit der Datenrettung weitermachen. Klicken wir nun auf O&O Instant Disk Recovery öffnet sich ein Dialogfenster, in dem wir darüber unterrichtet werden, dass wir nun einen Rettungs-Datenträger erstellen können. Experten kennen dies von den WIN Rettungsdisketten oder Knoppix. Wir werden mittels eines Assistenten durch die Erstellung geführt, außerdem ist diese sehr rudimentär, so dass ich mir weiteres schenke und auf Ihr Können vertraue. Sinn macht dieses Verfahren jedoch nur, wenn Sie es auf einem nicht defekten System anwenden und später bei Datenverlusten, oder aber für externe Datenträger nutzen.
O&O instant
Zurück zum unserem Thema! Wir starten nun unser taufrisches O&O Disk Recovery und erhalten nach dem Start folgenden Bildschirm, der uns auffordert entweder einen Registrierungscode einzugeben oder, was wir jetzt tun, mit der Testversion weitermachen. Wenn wir unbedingt möchten, können wir jetzt auch sofort einen Lizenzschlüssel erwerben. Dafür ist ebenfalls ein Link auf der Install routine vorhanden.
Auswahl
Programmstart
Nachdem wir uns einig sind, mit der Testversion weiterzumachen und der Bestätigung dieser Einstellung erhalten wir nun die Programmoberfläche ![]() Programmoberfläche Verschaffen wir uns kurz einen Überblick über das Programmfenster. Wir könnten hier, wenn wir das Programm schon einmal benutzt hätten, eine alte Datenrettung starten. Zum Speichern der Suchergebnisse später mehr. Außerdem könnten wir Signaturen anlegen. Diese Option sollten Sie als ungeübter User sofort vergessen, am Ende dieser Anleitung gehe ich darauf nochmals kurz ein. Wir sehen auch welche Version von O&O Disk Recovery wir nutzen und wie viel Dateitypen und Versionen erkannt werden. Zum Schluss möchte ich noch auf die umfangreiche Hilfe des Programms hinweisen, die Sie hier erstmals starten können. Als Programmneuling empfehle ich Ihnen dies auch dringend, Sie können bei Nichtnutzung, dass Hilfeprogramm in der Taskleiste minimieren. Dort stört es nicht, ist aber jederzeit Griffbereit! Nachdem wir auf Weiter geklickt haben sieht der Bildschirm wie folgt aus
Interessant ist der kleine Haken unter dem Dateifenster. Dieser Haken steuert die Optionen der Suche. Standardmäßig ist die Option „Nichtzugeordnete Partitionen ausblenden“ aktiviert, diesen Haken sollten wir aber tunlichst entfernen. Denn nur so haben wir überhaupt Zugriff auf z.b. verloren gegangene Partitionen. In unserem heutigen Beispiel wollen wir eine alte, nicht zugeordnete Partition suchen und möglichst wiederherstellen, da wir wichtige Daten darauf vermuten. Wir entfernen nun den Haken und das Fenster wird neu geladen. Und siehe da, wir finden neben den soeben gezeigten, alte, unzugeordnete oder unbenannte Partitionen. Mit „Laufwerke aktualisieren“ können wir eine erneute Suche starten. Das bietet sich an bei allen Arten von Wechseldatenträgern, ob nun USB Stick, externe USB oder Firewire Festplatten oder aber CDs bzw. DVDs. Wir sollen nun anhaken von welcher Partition, Festplatte oder Datenträger wir Daten rekonstruieren möchten.
Wir wählen in unserem Fall eine nicht zugeordnete, alte Partition aus, auf der wir angenommener weise wichtige Daten vermuten. ![]() Optionswahl Wir erhalten nun erneut ein Auswahlfenster. In unserem Fall ist die Deep Scan Methode schon fest markiert, bei anderen Suchen kann hier gewählt werden. Interessant ist die Einstellung „Existierende Dateien ignorieren“, Smart Scan. Erstens ist diese Suchmethode sehr viel schneller und wir umgehen das Problem, dass existente Dateien irrtümlich als Kopie wiederhergestellt werden. Bei dieser Option werden tatsächlich nur gelöschte Dateien gefunden. Eine weitere Option ist Raw Scan, die sich bei irrtümlich formatierten Datenträgern anbietet. Diese Option schließt das Dateisystem von der Suche aus, ist daher auch noch wirksam, wenn ein anderes Betriebssystem installiert wurde, dem die Daten nicht zugeordnet sind. Wermutstropfen der Raw Suche ist die Dauer, sie kann sich vervielfachen! Einstellen können wir nun noch die Dateimindestgröße für Textdateien, Voreinstellung ist 512 Zeichen, dies lassen wir auch so stehen, da eine DIN A4 Seite ca. 500 Zeichen enthält. Außerdem könnten wir noch eine Wiederherstellungsgröße festlegen, dass lassen wir aber auch auf der Voreinstellung, Keine Beschränkung. Und nun starten wir den Vorgang mit Weiter
Nun könnten wir Dateien auswählen, dass lassen wir aber auch sein, da wir ja nicht wissen was wir eigentlich suchen
Nun läuft der Scanvorgang, dies kann sehr lange dauern oder eben auch ganz kurz sein, wie in unserem Fall. ![]() ergebnisfenster Wir haben nichts gefunden, was sich wiederherstellen ließe. Normalerweise sehen wir hier alle gefundenen Daten in zwei Listen, die Linke enthält die Dateitypen, die Rechte die gefundenen Dateien des jeweiligen Typs. Durch Anwählen eines Dateityps werden die zugehörigen Dateien in der rechten Liste angezeigt. Die Options schaltflächen „Alle Markieren“, „Selektieren“ und „Deselektieren“ wirken sich jeweils auf diese Liste aus. Wichtiger Hinweis zu diesem Thema aus der Hilfedatei: Hinweis: In der Personal Edition können Sie maximal 100 Dateien in einem Durchlauf wiederherstellen. Die Admin und Tech Edition können eine unbegrenzte Anzahl an Dateien wiederherstellen. Viele Dateien können Sie sich auch ansehen ohne sie vorher wiederherzustellen, die Vorschau Funktion muss aktiviert werden. Wir klicken links auf eine Dateigruppe und danach auf den Button „Vorschau“, ist dieser nicht aktiv, steht für diese Datengruppe keine Vorschau zur Verfügung.
Mit der Filterfunktion können Sie anhand der Größe gezielt Dateien ein- oder ausschließen. Nun können wir diese, wenn wir das Programm erwerben, relativ simpel wieder abspeichern. Mit Weiter wird alles, was Sie wiederherstellen möchten gespeichert, wie immer denken Sie daran bei der Wahl des Zielverzeichnisses, nicht in einen defekten Bereich oder auf eine defekte Festplatte zu speichern. Wichtig ist, dass Sie das Suchergebnis vor jeglicher weiteren Verarbeitung abspeichern, auch bevor Sie evtl. Dateien mit der Vorschaufunktion ansehen. Die alten Dateinamen sind natürlich nicht mehr vorhanden, wenn die Datei verschwunden war und zurückgeholt wurde. Da muss natürlich ein wenig gebastelt werden. Ein kleines Highlight des Programms ist noch die Möglichkeit Signaturen zu definieren. Ein geübter User ist so in der Lage eigene Zeichenfolgen für die Suche zu generieren. Wildcards sind dabei ebenfalls erlaubt und die Zeichenketten lassen sich im ASCII Format oder als Hexadezimal werte anlegen. Dieses Programm bietet zum Preis von rund € 80,00 oder als Rescue Box mit noch mehr Funktionen für rund € 100,00 sehr viel mehr als manch ein Anderes. Zumal der Umgang mit O&O Disk Recovery eigentlich intuitiv ist und ein Handbuch in Deutscher Sprache im PDF Format erhältlich ist, bietet es sich auch für weniger geübte User an.
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